vom 25. Mai bis 5. Juni 2006
Schloss Kremsegg, Kremsmünster

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25.5.2006 The Air From Other Planets
Bereits am Eröffnungstag sorgte Joe Zawinul gemeinsam mit Paul und Rico Gulda für eine bestens besuchte Tennishalle, die als Konzertschauplatz mit rauem Charme sowohl beim Publikum als auch bei den Musikern durch ihre erstaunlich gute Akustik regen Anklang fand. Dabei demonstrierte Zawinul, der bereits zu Lebzeiten eine Jazzlegende darstellt, dass er auch im Bereich der Klassik ein “Weltmeister“ sein kann und spielte mit Paul Gulda in beeindruckender Virtuosität die Haydnvariationen von J. Brahms. Anschließend jammte er mit einer jungen Combo der Konservatorium Wien Privatuniversität – Zawinul in allen Facetten: in lebensfroher Lautstärke auftrumpfend, nachdenklich, mitunter sogar poetisch.
30.5.-3.6.2006
Mozart-Workshop
2.6.2006 Mozart-Symposium
Am 2. Juni standen wissenschaftliche Diskurse zu W.A.Mozart am Programm. Besonders erfreulich, dass im überraschend dicht gedrängten Auditorium auch zahlreiche Studenten den spannenden Vorträgen Till.A.Körbers, Paul Badura-Skodas und Paul Guldas lauschten.
3.6.2006 Mozart - Open Air
Einzig das Wetter wollte sich der Festivalstimmung nicht anpassen und zwang die Veranstalter das ursprünglich im Arkadenhof geplante “Mozart-open Air“-Konzert am 3.Juni in den Gewölbe-Saal des Schlosses zu verlegen. Der überschäumenden Spielfreude Paul Guldas und des Grieskirchner Kammerorchesters unter der Leitung von Peter Gillmayr konnte das aber keinen Abbruch tun.
5.6.2006 "Spread Wings"
Am 5.Juni sorgte abschließend Benjamin Schmid für euphorische Stimmung im Publikum. Friedrich Guldas in der 70er-Jahren entstandenes Violinkonzert “Wings“ scheint dem Ausnahmegeiger wie auf den Leib geschrieben. Bereits im vorangegangenen Finalsatz von Mozarts Violinkonzert KV 219 hatte Schmid in ausgedehnten Kadenzen Brücken zur Gegenwart und zum Jazz geschlagen. Bei Guldas Violinkonzert übertrugen sich Leidenschaft, Spielwitz und unbändiger Groove schließlich wie ein Lauffeuer auf das hervorragende Ensemble Harmonices mundi, das von Paul Gulda mit vollem Körpereinsatz und kessem Hüftschwung – quasi als “Taktvortänzer“ – geleitet wurde. Unterstützt wurde die Aufführung von der Newcomerband "MIDSHI", die im zweiten Konzertteil mit Beni Schmid über Guldas Melodien und Harmoniefolgen eifrig improvisierte und so den Abend komplettierte.